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"Der Mensch
ist ein Geheimnis.
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N S T I T U T F Ü R E R G E B N I S S E G E S I C H T S F O R S C H U N G
Ergebnis des Projekts "Gesichtsforschung" am Institut für fachwissenschaftliche Psychographie Verantwortlich: Werner Winkler
Projektbeschreibung: Die Psychographen Michael Antrack und Werner Winkler sammelten Gesicht-Frontalfotos von 78 Personen, von denen Sie den psychographischen Persönlichkeitstyp mittels des Standardverfahrens ermittelten. Diese Sammlung wurde der Firma Viisage AG in Bochum übergeben, welche international anerkannt auf dem Gebiet des Gesichtsvergleichs arbeitet und die notwendigen technischen Systeme zur Verfügung stellte. Verantwortlich für die Untersuchung dort zeichnete Dr. Michael Brauckmann, der das Gesichtserkennungssystem selbst mit entwickelt hat. Zur Auswertung wurden die 78 Gesichter nach dem erprobten Verfahren mittels eines automatisierten, objektiven Systems vermessen und danach im Vergleich "jeder gegen jeden" auf Ähnlichkeit untersucht. Der ermittelte Durchschnittswert hinsichtlich der Ähnlichkeit lag bei 26,8%, der höchste Wert (zweimal erreicht) lag bei 82,6%, wobei er beidesmal im Vergleich zweier Sachtypen erreicht wurde.
Ziele der Untersuchung: 1. Klärung der Frage, ob sich "psychographische Zwillinge" ähnlicher sehen als Durchschnittspersonen 2. Klärung der Frage, ob die häufig vermutete Typerkennung allein auf Grund eines Fotos oder eines rasch wahrgenommenen Gesichts auf messbaren Ähnlichkeiten der Typen beruht.
Ergebnisse: 1. Ähnlichkeit psychographischer Zwillinge Unter den 78 ausgewerteten Gesichtern befanden sich auch einige "psychographische Zwillinge", wobei sich herausstellte, dass (zumindest bei den Beispielen) eine leicht überdurchschnittliche Ähnlichkeit (max. 42,7%) nur bei den Beziehungstypen und den Handlungstypen, nicht aber bei den Sachtypen messbar war. Die häufig von mehreren Psychographen wahrgenommenen Ähnlichkeiten dieser Personen dürfte also eher in deren Gesamteindruck als in der Ähnlichkeit der Gesichter liegen.
2. Typerkennung auf Grund eines Gesichtsvergleichs Um diese Frage zu klären wurden von sämtlichen ausgewerteten Personen die zehn ähnlichsten Gesichter bzw. deren prozentuale Ähnlichkeit nach Typen sortiert ausgewertet. Hierzu wurden die prozentualen Ähnlichkeitswerte addiert und durch die Anzahl der untersuchten Personen eines Typs geteilt (in Klammern die Bandbreite der Ähnlichkeit per 10 Vergleichspersonen; der zu erwartende Durchschnittswert wäre 89,3 gewesen). Dabei ergab sich folgendes Ergebnis:
Beziehungstypen : Beziehungstypen: 200,8 Prozentpunkte Ähnlichkeit (72,7 - 356,9) Beziehungstypen : Sachtypen: 146,8 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 281,9) Beziehungstypen : Handlungstypen: 69,4 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 137,7)
Sachtypen : Sachtypen: 179,3 Prozentpunkte Ähnlichkeit (43,3 - 312,3) Sachtypen : Beziehungstypen: 161,7 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 356,3) Sachtypen : Handlungstypen: 98,7 Prozentpunkte Ähnlichkeit (34,3 - 189,4)
Handlungstypen : Sachtypen: 188,4 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 314,0) Handlungstypen : Beziehungstypen: 133,9 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 243,1) Handlungstypen : Handlungstypen: 100,5 Prozentpunkte Ähnlichkeit (0 - 219,1)
Praktisch könnte das heißen: Beziehungstypen können relativ gut am Gesicht erkannt werden (zumindest kann die Zuordnung "Handlungstyp" leicht ausgeschlossen werden), bei Sachtypen lässt sich höchstens die Zuordnung "Handlungstyp" ausschließen und Handlungstypen können eher nicht am Gesicht erkannt werden. In der Einzelauswertung lässt sich zudem erkennen, dass es offensichtlich Gesichter gibt, die sehr "typisch" sind und bei denen sich unter den zehn ähnlichsten Vergleichsgesichtern extrem viele gleichen Typs finden - während es auch Gesichter gibt, bei denen die ähnlichsten Gesichter offenbar keine Präferenz für einen bestimmten psychographischen Typ erkennen lassen. Vermutlich überlagern teilweise genetische oder sonstige Merkmale die möglicherweise vorhandenen typischen.
3. Gesamtbewertung Das angestrebte Ziel, objektiv messbare Typunterschiede zu finden wurde nur teilweise (für den Beziehungstyp) erreicht und auch hier nicht in der erhofften Eindeutigkeit. Der Verdacht liegt nahe, dass es für die verschiedenen Typen möglicherweise objektive Erkennungsmerkmale gibt, die auf unterschiedlichen Ebenen je nach Typ liegen, also z.B. für Beziehungstypen in der Gesichtsmimik, für Handlungstypen im Gang oder der Stimmlage und für Sachtypen z.B. darin, dass sie bestimmte Proteine häufiger oder seltener produzieren als die anderen Typen. Bei sich bietender Gelegenheit wird sich das Institut für fachwissenschaftliche Psychographie diesen Fragen weiter widmen.
4. Danksagung Besonderer Dank gilt dem Archivar der Psychographie-Initiative, Michael Antrack, für die zahlreich zur Verfügung gestellten Fotos und die parallel durchgeführten Typanalysen. Außerdem den Kollegen und Kursteilnehmerinnen, welche die Erlaubnis zur Verwendung ihrer Gesichtsfotos erteilten sowie der Leiterin des "Team81", Stefanie Neumüller und einer Kollegin, die namentlich nicht genannt werden möchte, für ihre finanzielle Unterstützung zur Durchführung der Untersuchung. Und "last but not least" der Firma Viisage AG, Bochum und Herrn Dr. Brauckmann für die professionelle Aufbereitung und Auswertung.
Werner Winkler, Fellbach, 14. September 2005
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